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Die Abhängigkeit nach Kartenlegerhotlines und die Frage zu welchem Friseur

Die Abhängigkeit nach Kartenlegerhotlines und die Frage zu welchem Friseur

Heidrun Klaua
Abhängigkeit für Kartenlegerhotlines

Die Abhängigkeit für Kartenlegerhotlines und die Frage zu welchem Friseur

 

Viele Jahre dachte ich, meine Berufung als Sopranistin gefunden zu haben und darin meine Lebensaufgabe zu leben, bis ich mich aus Verzweiflung in Kartenlegerhotlines flüchtete und eine ganz andere Seite in mir kennenlernte.

Eine Seite für Abhängigkeiten und eine für Spiritualität – wie sie vielleicht jeder in uns hat.

Alles fing an mit einem Mann, der mir so meine Ängste und Blockaden aufzeigte, dass hinterher nichts mehr war wie vorher.

 

Aber der Reihe nach, wie es überhaupt zum Kartenlegen kam:

Ich stamme aus einer Musikerfamilie und früh war klar, dass ich Musik studieren würde. Innerhalb meines Klavierstudiums bekam ich auch Gesangsunterricht und da war er geboren, der tiefe Wunsch Opernsängerin zu sein. Gegen alle Vorzeichen schaffte ich dieses Unterfangen und arbeitete bis vor ungefähr drei Jahren als freiberufliche Sopranistin.

Ich liebte es, auf der Bühne zu stehen und die Menschen mit meiner Stimme und der Musik zu verzaubern und zu begeistern. Allerdings gab es auch große Schattenseiten, wie Lampenfieber, Konkurrenzdruck und harte Kritiken beim Vorsingen, sodass ich vor etwa drei Jahren entschied, dass ich so nicht mehr leben möchte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits seit anderthalb Jahren nebenher sehr erfolgreich als spirituelle Beraterin gearbeitet.
Also war der Punkt gekommen, eine Entscheidung zu treffen und schweren Herzens kehrte ich der Musik den Rücken.

Ich habe es bis heute nicht bereut, auch wenn es mich noch vor eine riesen Herausforderung stellte, meiner Familie davon zu erzählen.

 

Der Weg zur Spiritualität führte ausgerechnet über Kartenlegerhotlines

Vor sechs Jahren trat ein Mann in mein Leben, der einen großen Anteil an genau dieser Entwicklung hatte.
Wir lernten uns im Internet kennen und beim ersten Treffen und in die Augen schauen wusste ich, dass nichts mehr so war, wie vorher. Es war eine Mischung aus der größten Angst, die ich jemals erlebt hatte und Liebe auf den ersten Blick. Schon bei unserem zweiten Treffen fragte er, ob ich mit ihm ins Ausland gehen würde und ich sagte ohne zu zögern ja. Dazu kam es dann aber nicht, denn er tauchte ab.

Drei Monate waren Funkstille bis es wieder zum Kontakt kam.

Meine Flucht in die Kartenlegerhotlines

So ging das über zwei Jahre. Immer wieder lange Rückzüge und dazwischen kurze Treffen von einer Intensität, die mich fast an meinem Verstand zweifeln ließen.
Ich wurde in meine tiefsten Ängste zurückgeworfen und wusste mir in den Zeiten der Abwesenheit nicht anders zu helfen, als Kartenlegerhotlines anzurufen.
Dies entwickelte sich zu einer heftigen Sucht, aus der ich mich erst nach zwei Jahren wieder befreien konnte. Ich habe mich oft gefragt, wie es dazu kommen konnte und wieso ich so viel Geld dort gelassen habe.

Es war meine tiefe Verzweiflung und die Suche nach Antworten. Ich war oft so am Ende mit meiner Sehnsucht nach ihm und der Angst, dass er sich nicht mehr meldet, dass ich in diesen Telefonaten einen kurzen Moment der Freude und Hoffnung erlebte. Danach hatte ich das Gefühl, wieder zu leben und dass das Leben schön ist.
Wie das bei Suchtmitteln ist, hielt es nur leider nie lange an, sodass ich in meinen schlimmsten Zeiten bis zu fünf Hotlines am Tag anrief, um mir bestätigen zu lassen, dass er mich liebt und dass er zu mir zurückkommt. Dies ließ mich aber noch tiefer in meine Verlustangst rutschen und manchmal hatte ich das Gefühl, darin zu ertrinken. Ich wollte sein Verhalten verstehen und seine Gefühle wissen, und statt ihn bei einem der Treffen selber zu fragen, suchte ich diese Antworten bei den Kartenlegerinnen.
Denn im Grunde hatte ich Angst vor der Liebe und davor, dass ein Mann wirklich mit mir zusammen sein möchte, das wurde mir aber erst viel später bewusst.

Immer wieder wurde mir gesagt, er sei meine Dualseele und wir wären füreinander bestimmt. Es sei Schicksal mit uns und ich könnte mich daraus gar nicht befreien. Außerdem erklärte man mir, dass ich selber starke spirituelle Fähigkeiten besäße und so kam ich dazu, mich selber mit dem Kartenlegen zu beschäftigen.
Ich hatte mich schon immer dafür interessiert, hatte als Kind oft Visionen, Träume aus früheren Leben und Déjà-vus von Situationen und Menschen, die ich eigentlich nicht kannte.

 

 

Gefühle der Angst und des Mangels als Grund für Kartenlegerhotlines

So gründete ich einen YouTube Kanal, meldete mich auf einer Hotline an und fing an, ebenfalls Menschen (hauptsächlich Frauen) zum Thema Liebe, Seelenpartner, Dualseelen zu beraten.
Es erfüllte mich mit sehr viel Freude, wenn ich helfen konnte, doch merkte ich auch schnell, dass ich an meine Grenzen kam, denn die Frauen gerieten in eine Abhängigkeit von mir und meinen Aussagen, wie auch ich sie erlebt hatte.

Denn der Grund, warum dort angerufen wird, ist ein Gefühl der Angst und des Mangels. Sehr häufig sprach ich mit Frauen, die schon drei, fünf oder zehn Jahre auf einen Mann warteten, der sich nicht meldete. Und dennoch glaubten sie daran, dass er wiederkommen würde. Sie riefen mich immer wieder an und ich spürte, dass sie nun nicht mehr nur von dem Gefühl abhängig waren, diesen Mann haben zu wollen, (was viele Frauen mit Liebe verwechseln) sondern auch danach, von mir einen Rat zu bekommen.

Das ging so weit, dass ich gefragt wurde, zu welchem Friseur sie am besten gehen sollten. Sie konnten zum Teil keine Entscheidung mehr treffen, ohne mich um Rat zu fragen.
Wie ich schon oben beschrieben habe, bin auch ich stark abhängig davon gewesen und irgendwann konnte und wollte ich das nicht mehr bedienen.

Solche Hotlines können durchaus eine Hilfestellung sein und Karten sind ein wunderbares Tool, um Blockaden zu finden und nach Impulsen zu schauen, doch es birgt eben auch die große Gefahr der Abhängigkeit und der völligen Aufgabe der Eigenverantwortung.

Das war es aber nicht, was ich wollte, zumal mir mit der Zeit das Thema Dualseelen mächtig gegen den Strich ging und ich inzwischen eine ganz andere Meinung und Einstellung dazu habe.

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Ich begann zu überlegen, was ich denn tun könnte, um den Frauen wirklich zu helfen, denn es waren so viele die unglücklich an einem Mann hingen, der vergeben war oder sie nicht wollte – so wie es lange Zeit auch bei mir war.

Ich habe inzwischen seit über drei Jahren keinen Kontakt mehr mit diesem Mann, denn er war der Meinung, diesen nicht aufrecht halten zu können, obwohl wir zu dem Zeitpunkt darüber sprachen, dass ich zu ihm auswandere und dort im Ausland mit ihm lebe. Es hat mich enorme Kraft gekostet, mit all dem abzuschließen und es zu akzeptieren und loszulassen. Aber ich habe es geschafft, indem ich mir Hilfe gesucht habe und daraus ist die Chance erwachsen, dies auch anderen Frauen weiterzugeben.

Durch meine spirituellen Ausbildungen und die Coachings, die ich für mich machte, lernte ich, mich mit meinen Ängsten auseinander zu setzen und sie zu lösen.  Ich lernte, mich selber zu lieben und zu verstehen, welch großartige, liebenswerte Person ich bin und dass ich einen Mann verdiene, der da ist und nicht einen, der sich hin und wieder mal meldet, um dann wieder auf Monate zu verschwinden. Ich bin ihm nicht böse, denn letzten Endes habe ich es mit mir machen lassen und er hat mich zu meiner großen Lebensvision gebracht und dafür bin ich sehr dankbar. Ich wünsche ihm von Herzen, dass auch er seine Themen löst und glücklich wird, denn er ist ein toller Mensch und Mann.

 

Die Seelendiamanten Mastermind als Gegenstück zu Kartenlegerhotline

“Inzwischen habe ich mit meiner Seelendiamanten Mastermind und den “Wings of love” Kursen meine große Vision begonnen in der ich in den nächsten 5 Jahren 1000 Frauen und mehr, zeigen möchte, wie sie ihre Verlustangst und alten Mustern heilen, um so ihr Herz wieder öffnen zu können, für die Liebe und den Seelenpartner mit dem sie ihre persönliche Wunschbeziehung in der Realität leben.  Denn auch mit über 40 muss das Liebesglück nach den eigenen Vorstellungen kein Wunschtraum bleiben

Warum ist mir das so wichtig? Wir brauchen auf dieser Erde geheilte Herzen und gelebte Liebe, damit dieser Planet gerettet werden kann. Davon bin ich überzeugt und dafür brenne ich und deshalb möchte ich so viele Frauen wie möglich frei machen von ihren Begrenzungen, Ängsten und Blockaden, damit sie die Liebe erkennen und leben und das ohne Abhängigkeiten und Frust. Ich habe durch meine persönliche Hölle zu meiner Lebensaufgabe und einem wundervollen Mann gefunden und bin dafür unendlich dankbar. Vor etwa zwei Jahren bin ich dann aus der Stadt weggezogen, in der ich 17 Jahre gewohnt habe und bin in eine Kleinstadt in der Region gegangen.

Dafür habe ich meine Freunde zurückgelassen, auch wenn es nicht weit ist, sie sind nicht mehr direkt um die Ecke und ich muss auf einige Annehmlichkeiten verzichten. Ich hatte aber schon so lange Jahre den Traum, wieder einen Hund an meiner Seite zu haben und das war in der Stadt für mich nicht möglich. Hier habe ich einen Park und den Wald direkt vor meiner Haustür und liebe die langen Spaziergänge über die Waldwege und die Felder.  Inzwischen teile ich seit anderthalb Jahren mein Leben mit einem süßen, knapp zwei Jahre alten Labrador-Retriever Mädchen namens Emmi, die mein Leben so viel bunter und aufregender macht und die ich mir genauso gewünscht habe, wie sie ist.
Ich habe einen wunderbaren Mann in mein Leben gezogen, mit dem ich genau das lebe, was ich mir nach der letzten, so aufwühlenden Erfahrung mit meinem Ex-Partner gewünscht habe. Wir teilen unseren Alltag durch wunderbare Telefonate und haben tolle Urlaube und Feiertage gemeinsam, treffen uns mit Freunden und leben eine tolle Beziehung außerhalb der Norm, denn wir sind weder ein Liebespaar noch einfach nur Freunde. Es ist etwas dazwischen und genau das, was ich mir gewünscht und manifestiert habe.

Es ist jederzeit möglich, sein Leben zu verändern, sei es örtlich, beruflich oder in der Liebe. Das Einzige, was es dazu braucht, ist ein fester Wille, etwas zu verändern und Mut, es zu tun. Dann kann jede Frau ihre Lebensaufgabe finden, den Ort, an den sie gehört und den Wunschpartner, der ihr Leben ergänzt, bereichert und noch schöner macht. Ich wünsche mir von Herzen, dass ganz viele Frauen genau das tun, denn niemand sollte in einem Leben gefangen sein, das nicht glücklich macht und von Kompromissen und Einengungen gekennzeichnet ist. Wenn ich durch meine Geschichte einen Beitrag dazu leisten kann, dass die eine oder andere Frau den Mut findet, etwas zu ändern, dann würde mich das von Herzen freuen.

Denn wir wissen nicht, wann es hier zu Ende ist und bis dahin sollten wir das Leben auskosten mit all dem Schönen, das es uns zu geben hat.
Und vor allem sollten wir lieben, denn das ist die größte Kraft, die wir haben.
Lebt die Liebe!!!

Diese Worte sind meine Geschichte – ein Teil meiner Geschichte. Ein großer Teil vor allem aber meines Warums, ein großer Teil, der vielleicht, wenn er geteilt wird, auch anderen Menschen Mut geben kann, für ihr Leben einzustehen und zu kämpfen – koste es, was es wolle.

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